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Marie Lipsius (1837-1927): Musikschriftstellerin und Journalistin. Eine kommunikationshistorische Biografie Unter dem Pseudonym La Mara veröffentlichte die aus einer großbürgerlichen Leipziger Familie stammende Marie Lipsius 1867 ihren ersten Musikartikel, ein Jahr später bildeten biografische Skizzen über Weber, Schubert, Mendelssohn, Schumann, Chopin, Liszt und Wagner den Auftakt ihrer Musikalischen Studienköpfe. In dieser Reihe folgten vier weitere Bände, die allesamt zu großer Popularität gelangten. Die von Lipsius skizzierten Künstlerbilder faszinieren durch die empathische Nähe zu den Portraitierten bei gleichzeitiger Einlösung wissenschaftlicher Ansprüche, so bezog die Autorin ihre Kenntnisse sowohl aus persönlicher Korrespondenz als auch aus sorgfältigen und gründlichen Archivrecherchen. Aus der Zusammenschau von autobiografischen Aufzeichnungen, Briefen, Verlagskorrespondenzen, Fotos, Zeitschriftenartikeln etc. entsteht das Bild einer Musik liebenden, intelligenten Frau, die als Schriftstellerin und Journalistin Einfluss nahm auf die öffentliche Kommunikation über Musik im späten 19. Jahrhundert. Ihr Leben „im Dienste des Ideals“ – so überschreibt Lipsius ihre Autobiografie – ins Verhältnis zu setzen zur (von ihr mitgestalteten) diskursiven Konstruktion von Erinnerung, Wahrnehmung und Bedeutung in der Musikgeschichtsschreibung ist Ziel des Dissertationsprojektes. Curriculum Vitae Studium der Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Soziologie und Journalistik an den Universitäten Leipzig und Bremen. Januar 2009 Abschluss mit einer diskursgeschichtlichen Arbeit über Neue Medien in der Museumsvermittlung. Seit Oktober 2009 Stipendiatin im Strukturierten Promotionsprogramm ›Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung. Musikwissenschaft als Geisteswissenschaft‹ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (bei Prof. Dr. Melanie Unseld). |
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