Banner

Struktur des Promotionsprogramms

Zur Betreuung der DoktorandInnen und ihrer Arbeiten findet ein auf zwei Säulen stehendes Betreuungsmodell Anwendung. Eine Säule besteht aus den im Curriculum verankerten Formen und Institutionen des fachlichen Austauschs: vornehmlich den Blockseminaren und Klausurtagungen, in denen methodisch reich diversifiziert ein Austausch sowohl über Aspekte des Rahmenthemas »Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung« als auch über die entstehenden Arbeiten herbeigeführt wird. Die zweite Säule besteht aus individuell zu vereinbarenden Formen der intensiven persönlichen Betreuung der DoktorandInnen. Dazu zählen regelmäßige Sprechstunden, in denen die DoktorandInnen gegenüber den BetreuerInnen über den Fortgang der Forschungen sowie eventuell entstandene Probleme berichten. Betreuungsform und -intensität sollen hierbei auf die Persönlichkeiten der einzelnen DoktorandInnen und BetreuerInnen abgestimmt sein, um eine passgenaue Unterstützung bei der Entwicklung des Profils und der Professionalität der DoktorandInnen zu gewährleisten; konkret wird dazu im Anschluss an die einleitende Klausurtagung im ersten Semester eine individuelle Betreuungsvereinbarung zwischen DoktorandIn und BetreuerIn schriftlich abgeschlossen.

Die zeitliche Struktur des Programms ist entsprechend festgelegt, um die Bearbeitungszeit der Dissertationen gegenüber dem Durchschnitt des Faches zu verkürzen.

Erstes Jahr

Das erste Studienjahr dient dem Erwerb vertiefter methodischer Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten und verschiedener Inhalte des Projektthemas. Darüber hinaus sollen Arbeitsgebiete abgesteckt und Themen der Dissertationen eingegrenzt werden. StipendiatInnen sowie alle BetreuerInnen kommen zum Beginn des Studiums zu einer mehrtägigen Klausurtagung zusammen. Die Tagung gilt dem Kennenlernen und der Sicherung grundlegender und vertiefter Kenntnisse in wissenschaftlichen Arbeitstechniken. Vor allem wird es darum gehen, im Plenum mögliche Themenfelder abzustecken und tragfähige Fragestellungen der Promotionen zu formulieren. In einer Schreibwerkstatt werden die Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten mit einem Schwerpunkt auf dem Verfassen wissenschaftlicher Texte weiter vertieft. Im zweiten Semester beginnt die Reihe von Oberseminaren (weitere im 3., 4. und 5. Semester) zu Themen aus den Bereichen des Projekts. Die Oberseminare finden abwechselnd an den vier beteiligten Standorten statt und werden von den am Projekt beteiligten ProfessorInnen geleitet. Hier sollen die StipendiatInnen ihre Kenntnisse der Musikwissenschaft erweitern, die Ansätze anderer Lehrenden kennen lernen und ihre eigenen Projekte in der Konfrontation mit anderen Ansätzen der Musikwissenschaft hinterfragen lernen. Ein weiteres Seminar, das in einem anderen Fach als der Musikwissenschaft besucht wird, dient im zweiten Semester dem Erwerb zusätzlicher methodischer oder inhaltlicher Qualifikationen und schult das interdisziplinäre Denken (Verflechtungsseminar). Denkbar wären z.B. (propädeutische) Veranstaltungen in der Geschichte, der Philosophie, der Soziologie oder der Psychologie.

Zweites Jahr

Im zweiten Jahr sollen die StipendiatInnen vertiefte Kenntnisse in der Vermittlung und Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie in der Organisation wissenschaftlicher Kongresse erwerben. Das zweite Jahr beginnt mit einer Klausurtagung, auf der im Plenum die individuellen Projekte vorgestellt und diskutiert werden sollen. Alle betreffenden Probleme mit dem wissenschaftlichen Arbeiten oder auch inhaltliche Fragen können hier bearbeitet werden. Darüber hinaus bereitet die Klausurtagung auf die Lehrtätigkeit im 4. Semester vor. In diesem 4. Semester findet außerdem eine öffentliche Fachtagung zum Thema des Projekts statt, die von den StipendiatInnen geplant und durchgeführt wird. Sie wählen auf nationaler und internationaler Ebene ForscherInnen aus, die zu Themen des Projekts referieren. Außerdem wird in diesem Jahr die Reihe der Oberseminare fortgesetzt.

Drittes Jahr

Das dritte Jahr dient vor allem dem erfolgreichen Abschluss der Dissertationen und der Promotionsverfahren. Darüber hinaus sollen die StipendiatInnen Erfahrungen mit der Publikation wissenschaftlicher Texte sammeln und schließlich sich selbst und ihre Projekt der Öffentlichkeit bekannt machen. Das dritte Jahr beginnt noch einmal mit einer Klausurtagung auf der die Fortschritte der Projekte besprochen werden. Darüber hinaus dient die Klausurtagung der Koordination und Besprechung der Publikation der Ergebnisse der Fachtagung. Die Reihe der Oberseminare wird fortgesetzt. Den Abschluss der drei Jahre bildet ein Symposium auf der Tagung der Gesellschaft für Musikwissenschaft, die 2012 voraussichtlich in Göttingen stattfinden wird. Hier stellen sich die StipendiatInnen mit ihren Dissertationen der musikwissenschaftlichen Öffentlichkeit vor.

 

Impressum

Letzte Aktualisierung: 20.11.2011